Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Andreas Weißenburg
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Die Bestattung

Eigene Endlichkeit annehmen

Mensch-Sein bedeutet immer auch Grenzen erfahren - Grenzen eigener Gesundheit, Lebenskraft und Lebenszeit. Krankheit, Sterben und Tod gehören zum Leben. Das sind Erfahrungen, die keinem erspart bleiben. Es hängt darum viel für unser Leben und sein Gelingen davon ab, ob und wie wir die Erfahrung von Vergänglichkeit und Tod in unser Leben einbeziehen und bewältigen. Wir leben unser Leben bewusster und zufriedener, wenn wir es so leben, wie es ist: befristet.

Die Menschen der Bibel stellen sich den schmerzlichen und leidvollen Erfahrungen. Sie leben mit ihnen - nicht gegen sie. Ihr Lob und ihre Klage gelten darum Gott, dem Liebhaber des Lebens, dem Herrn über Leben und Tod. Sie rechnen mit seiner Gegenwart und Begleitung auch im Sterben und Tod. Gott hat an unserem begrenzten Leben teilgenommen; er ist Mensch geworden. Jesus Christus hat sich Kranken und Sterbenden zugewandt. Er hat selbst einen qualvollen Tod erlitten. Dieser Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Seitdem haben Vergänglichkeit, Sterben und Tod nicht mehr das letzte Wort. Die Toten werden auferstehen. Die Botschaft Jesu von Gottes Liebe ist wahr - auch angesichts von Vergänglichkeit und Tod.

friedhofwug_002Mögliche Formen der Trauerfeier auf dem Weißenburger West- bzw. Südfriedhof (Bild) sind die Erdbestattung sowie die Einäscherung mit anschließender Urnenbeisetzung. Am Westfriedof wird seit kurzem nun auch eine Baumbestattung angeboten. Auch eine Aussegnung noch im Haus ist auf Wunsch der Angehörigen in Absprache mit dem Pfarramt freilich möglich.

In einem Abendmahlsgottesdienst am Ewigkeitssonntag in St. Andreas werden die Verstorbenen des zurückliegenden Kirchenjahres nochmals namentlich verlesen, ein Teelicht angezündet und ihrer in der Fürbitte gedacht. Dazu bekommen die nächsten Angehörigen der Verstorbenen immer auch eine persönliche Einladung ihres zuständigen Seelsorgers. [gs]